Narben und Dehnungsstreifen sind nicht dasselbe. Narben entstehen nach Verletzungen, Operationen, Entzündungen oder Verbrennungen. Für die Behandlungsplanung sind Narbentyp, Alter, Farbe, Höhe, Beschwerden, Körperregion und Hauttyp wichtiger als die Wahl eines einzelnen Geräts.
Welche Narbentypen gibt es?
Flache oder eingesunkene Narben, hypertrophe Narben und Keloide unterscheiden sich biologisch und benötigen unterschiedliche Strategien. Auch gerötete, pigmentierte oder verhärtete Narben müssen getrennt beurteilt werden.
Wann sollte eine Narbe behandelt werden?
Frische Narben verändern sich über Monate. Rötung, Härte und Zug können während der Reifung abnehmen. Eine frühe Untersuchung ist besonders sinnvoll, wenn eine Narbe schmerzt, juckt, sich deutlich verdickt, über die ursprüngliche Wundgrenze hinaus wächst oder die Bewegung einschränkt.
Welche Behandlungsmöglichkeiten kommen infrage?
Je nach Befund können Silikontherapie, Druck, intraläsionale Behandlungen, fraktionierte Laser, Gefäßlaser, Microneedling/RF-Microneedling oder andere dermatologische Verfahren diskutiert werden. Nicht jede Narbe profitiert von Laser, und Keloide benötigen häufig eine andere Strategie als eingesunkene Narben.
Fraktionierter CO₂-Laser bei Narben
Der fraktionierte CO₂-Laser kann bei ausgewählten reifen, strukturell auffälligen Narben eingesetzt werden. Die Intensität muss an Hauttyp, Narbentiefe und Pigmentrisiko angepasst werden.
Hypertrophe Narben und Keloide
Erhabene Narben dürfen nicht wie gewöhnliche atrophe Narben behandelt werden. Bei Keloidneigung kann ein zu aggressives Verfahren das Problem verstärken.
Narben oder Dehnungsstreifen?
Dehnungsstreifen (Striae) entstehen durch Veränderungen der Dermis und gehören nicht zu den klassischen Wundnarben. Informationen dazu finden Sie auf der Seite Dehnungsstreifen-Behandlung.
Was ist realistisch?
Ziel ist meist eine Verbesserung von Struktur, Farbe, Höhe oder Beschwerden. Eine vollständige Entfernung einer Narbe kann nicht garantiert werden.
Diese Seite dient der allgemeinen medizinischen Information und ersetzt keine individuelle dermatologische Untersuchung.
